Wasser – Lebenswichtiges Element

Bitte kräftig „gießen“, auch den Hund

Wasser – H₂O – eigentlich nur eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H) und doch so wichtig für Mensch, Tier und Pflanze.

Wasser befindet sich überall im Körper.

Im Blut, in den Muskeln, im Körperfett, in den Knochen, den Gelenken, in allen Organen, im Wundwasser, im Gehirn und in allen Zellen.

Wie alle Lebewesen brauchen natürlich auch unsere Hunde Wasser.

Wasser ist eines der wichtigsten Lebensmittel, da es im Körper etliche überlebenswichtige Aufgaben erfüllt.

Nierentätigkeit

Die Niere ist ein sogenanntes Filterorgan. Sie filtert die Abfallprodukte aus dem Blut und lässt diese mit dem Urin ausscheiden.

Für die Urinproduktion wird ebenfalls Wasser benötigt.

Sauberes Blut

Überall im Körper bilden sich durch den Stoffwechsel Abfallprodukte.

Diese Abfallprodukte werden vom Blut abtransportiert und in der Niere herausgefiltert.

Verdauung

Bei der Verdauung wird Wasser benötigt, um im Darm die Nährstoffe aus dem Futterbrei zu lösen und diese in das Blut zu transportieren.

Energiehaushalt

Wasser wird benötigt um Glukose (Einfachzucker aus der Nahrung) in Energie umzuwandeln. Diese Funktion wäre ohne Wasser nicht möglich und der Hund könnte durch die Verdauung seine Nahrung nicht in wichtige Energie umwandeln.

Temperaturregelung

Im Durchschnitt liegt die Körpertemperatur des Hundes bei 38 oder 39 Grad. Bei körperlicher Anstrengung (oder bei Krankheiten, hauptsächlich bei Fieber) steigt die Temperatur und Wasser wird ausgeschieden.

Das passiert durch wenige Schweißdrüsen an den Pfoten und manchmal in den Achseln und natürlich durchs Hecheln und der damit verbundenen Verdunstung.

BEOBACHTUNGSTIPP: auch aus der Nase läuft Flüssigkeit, wenn der Hund hechelt, denn auch mit der Nasenschleimhaut kann er sich kühlen. Schau mal genau hin, auf die „Schnoddernase“

Durch verschiedene Einflüsse von außen, wie der Umgebungstemperatur und durch natürliche Körperfunktionen, verliert der Hund automatisch Wasser.

Wie viel Wasser braucht dein Hund

Als Beispiel dient hier ein erwachsener, gesunder Hund mit 20 Kilo Körpergewicht.

  • Urin: 500 ml – 750 ml
  • Kot: 120 ml – 750 ml
  • Verdunstung:   15 ml – 70 ml (bereits bei leichter körperlicher Anstrengung wesentlich mehr)

Diese Menge klingt natürlich auf den ersten Blick sehr viel, aber durch die Nahrungsaufnahme kann ein großer Teil wieder aufgefüllt werden und muss nicht durch Trinken aufgefüllt werden.

Durch BARF oder andere Rohfütterungsmodelle, sowie durch Nassfutter nimmt der Hund ca. 80% enthaltene Feuchtigkeit auf.

Bei Trockenfutter jedoch nur ca. 10%.

Für unseren 20 Kilo Hund bedeutet das, dass er bei Rohfütterung oder Dosenfutter ca. 100ml – 200ml Wasser braucht. Das sind 5 ml – 10 ml pro Kilo Körpergewicht.

Bei Trockenfutter braucht er ganze 800 ml – 1 Liter Wasser. Das entspricht 40 ml – 50 ml pro Kilo Körpergewicht.

Bei Trockenfutter ist es also eine wirklich große Menge, die getrunken werden muss.

Diese Menge nehmen die wenigsten Hunde von sich aus zu sich.

Etwas Abhilfe kannst du schaffen, in dem du das Trockenfutter mit reichlich Wasser einweichst oder auf eine andere Fütterungsart umstellst.

Zu wenig trinken ist gesundheitsschädlich

Trinkt der Hund dauerhaft zu wenig Wasser, versucht der Körper diesen Mangel selbst auszugleichen.

Als erstes wird weniger Wasser für den Urin zur Verfügung gestellt, was zu einer viel höheren Schadstoffkonzentration im Urin führt. Dadurch werden die Nieren stark beansprucht und langfristig geschädigt.

Bleibt der Wassermangel konstant, wird Wasser im Kot eingespart, was dann zu sehr hartem Stuhl oder gar Verstopfung führt.

Bei langfristigem Wassermangel wird dann Wasser aus den Muskeln entzogen und der ganze Stoffwechsel verlangsamt. Das macht den Hund müde, träge, bereitet Kopfschmerzen und die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab.

Als letztes wird den Organen Wasser entzogen, was dann zu schweren Organschäden und Organversagen führen kann.

Wasser sollte also immer ausreichend zur Verfügung stehen.

Wieso dein Hund wenig trinkt

Wenn dein Hund wenig trinkt, kann das daran liegen, dass der Napf unangenehmen Geschmack absondert, das Leitungswasser mit Chlor versetzt wurde oder im Haus Blei- oder Kupferrohre zu schmecken sind.

Versuche dann einfach mal einen Napf aus Keramik oder aus Glas zu benutzen und kaufe Mineralwasser.

Bei Hunden, die ohne ersichtlichen Grund nicht ausreichend trinken, kannst du etwas mogeln und Geschmack ins Wasser zaubern. Ein Schluck Möhrensaft, Fleischbrühe oder einfach ein Stück Wurst im Trinknapf reichen eventuell schon aus.

Auch nach Kausnacks gilt:

Bitte reichlich „gießen“!

Prost Wasser!

KauBella Atem frisch

Unsere Atem frisch… KauBella Leckerli bringen dir einen ganz besonderen Zusatznutzen: Petersilie und Pfefferminze kennen wir aus den heimischen Käutergärten und natürlich gehören sie auch zu den Küchenkräutern, die wir ständig verwenden. Petersilie und Pfefferminze können sich tonisieren auf den Organismus auswirken, die Nierentätigkeit anregen und sie können sich auch auf starken Maulgeruch positiv auswirken!

Nina Berg ist Ernährungstherapeutin für Hunde®.

Als Inhaberin von Alitura pro Canis berät sie Hundehalter rund um das Thema Ernährung. Auch und im besonderen hat sich Nina auf erkrankte Hunde spezialisiert.

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