Pfotenbalsam selbst machen

Das hilft bei rissigen Hundepfoten in der kalten Jahreszeit

Wenn die kalte Jahreszeit kommt, machen Schnee, Kälte und auch die trockene Heizungsluft auch vor unseren Hunden nicht Halt. Da werden die Pfoten schnell spröde und rissig. Frost, Streusalz und Split tun da ihr Übriges. Das tut auch unseren Vierbeinern ziemlich weh.

Du kennst es sicher selbst: im Winter wird die Haut schnell rissig und die feinen Risse sind schmerzhaft. Da unsere Hunde Schmerz wie wir Menschen wahrnehmen, geht es ihnen da nicht anders.

Aber es gibt Möglichkeiten, strapazierte Hundepfoten zu pflegen und besser noch: es gar nicht erst zu rissigen Pfoten kommen zu lassen.

Pfotenpflege für gesunde und weiche Hundepfoten

Pfotenbalsam ist eine tolle Möglichkeit, um die Ballen deines Hundes zu pflegen und sie geschmeidig zu halten. Dazu sind im Handel viele verschiedene Produkte erhältlich. Allerdings sind in diesen Produkten häufig Zusatzstoffe wie Paraffine aus Erdöl enthalten.

Du kannst ein Pfotenbalsam für deinen Hund auch sehr leicht aus natürlichen Zutaten selbst herstellen. Dann weißt du genau, was enthalten ist und kannst sicher sein, dass du deinem Vierbeiner nicht schadest.

Wir stellen dir hier ein Rezept für ein natürliches Pfotenbalsam vor, was du schnell und einfach selbst nachmachen kannst.

Diese Zutaten benötigst du für ein kleines Glas Pfotenbalsam von etwa 150 Gramm:

  • 80 ml Olivenöl
  • 30 g Sheabutter
  • 15 g Bienenwachs
  • 20 g Fichten-, Kiefern- oder Tannenharz
  • 3 TL getrocknete Ringelblumenblütenblätter

Es ist sehr wichtig, Kokosöl in BIO-Qualität zu verwenden, da konventionelles häufig stark mit Insektiziden belastet ist und deinem Hund daher schaden könnte. Das Bienenwachs kannst du aus Kerzen verwenden, die zu 100% daraus bestehen oder direkt im Biomarkt kaufen.

Zusätzlich benötigst du folgendes Arbeitsmaterial:

  • eine Küchenwaage zum Abwiegen der Zutaten

  • einen Leinenbeutel
  • 2 hitzebeständige Gläser (beispielsweise alte Marmeladengläser)

  • ein kleiner Topf

  • ein kleines Sieb

  • 1-3 kleine Schraubgläser oder Salbentiegel zur Aufbewahrung des Balsams

Das Schöne an dem selbstgemachten Pfotenbalsam ist, dass alle Zutaten in der Kombination ihre volle Wirkung entfalten.

So wirken die Bestandteile der Pfotencreme:

  • Olivenöl wirkt entzündungshemmend und fördert die Durchblutung und Elastizität der Haut.

  • Die Sheabutter pflegt empfindliche, gereizte und sehr trockene Haut intensiv und wirkt beruhigend.

  • Harz tötet Keime ab, wirkt entzündungshemmend und lindert Schmerzen.

  • Der Bienenwachs hinterlässt auf der Haut einen feinen Schutzfilm, der künftig die Pfotenballen deines Hundes vor widrigen Witterungsbedingungen schützt.

So stellst du das Pfotenbalsam für extrasofte Hundepfoten her:

Gebe das Harz in den Leinenbeutel und verschließe ihn. So stellst du sicher, dass beim Verflüssigen des Harzes keine festen Rückstände in das Öl übergehen. Gebe dann das Olivenöl, die Ringelblumenblätter, das Olivenöl, und das Harz samt Beutel in ein hitzebeständiges Glas. Dazu eignet sich ein altes Marmeladenglas sehr gut. Dies kannst du später entsorgen, da sich eventuelle Harzreste danach nur noch schwer aus dem Glas lösen lassen.

Nehme dann einen Topf und fülle ihn mit Wasser. Da hinein gibst du dann das Marmeladenglas und lässt es dort mit den Zutaten etwa 30 Minuten bei maximal 60 Grad ziehen. Eventuell lässt du es auch etwas länger im Wasserbad, wenn das Harz länger braucht, um sich im Öl zu lösen,

Entferne dann den Leinbeutel mit den Harzrückständen. Den Ölauszug seihst du nun durch das Sieb ab. Gebe als nächstes den Auszug zusammen mit dem Bienenwachs nochmal in ein hitzebeständiges Glas. Dieses Glas gibst du erneut in ein Wasserbad und erwärmst es langsam bis der Wachs geschmolzen ist. Bitte achte darauf, dass das Wasser nicht kocht.

Nehme das Glas dann aus dem Wasserbad und rühre die Sheabutter ein, bis sie geschmolzen und eine homogene Masse entstanden ist. Nun ist es sinnvoll die Konsistenz der Masse zu prüfen. Dazu gibst du einige Tropfen auf einen kalten Teller. Wenn du feststellst, dass die Masse zu fest ist, dann kannst du ein wenig Olivenöl hinzugeben. Das macht das Balsam etwas weicher in der Konsistenz. Ist die Masse zu flüssig, erhöhe den Anteil vom Bienenwachs. So wird die Pfotencreme fester.

Wie lange ist der Pfotenbalsam haltbar und wie lagert man es richtig?

Wir empfehlen dir, den Pfotenbalsam am besten lichtgeschützt und kühl zu lagern. Achte darauf, dass du er bei der Nutzung nicht verschmutzt. Dann ist er bis zu zwei Jahre haltbar.

Extratipp: Wenn du einige wenige Tropfen Vitamin E Öl einrührst, verzögert es ebenfalls das Ranzigwerden das Balsams und verlängert die Haltbarkeit.

So wendest du den Pftötchenbalsam richtig an

Damit sich der Pfotenbalsam leicht verteilen lässt, solltest du ihn ein wenig in deiner Handinnenfläche aufwärmen, bevor du ihn auf die Pfoten aufträgst. Trage den Balsam vor dem Spazierengehen auf die Pfotenballen deines Vierbeiners auf und massiere ihn gründlich ein. Seine natürlichen Inhaltsstoffe schützen die Haut vor Rissen und pflegen sie langanhaltend. Auch nach dem Spaziergang solltest du den Pfotenbalsam auftragen und sanft einmassieren. So heilen kleine Risse schnell und auch Entzündungen wird vorgebeugt. Achte darauf, dass du die Pfoten vorher abtrocknest und von Schmutz befreist.

Tipp: Wenn dein Hund kitzelig an seinen Pfötchen ist, dann solltest du nicht zu zaghaft massieren. Hat dein geliebter Vierbeiner sich an das Ritual gewöhnt, wird er seine regelmäßige Pfötchenmassage sicher zu schätzen wissen.

Bitte nicht abschlecken lassen

Achte nach dem Auftragen darauf, dass dein Hund sich den Balsam nicht von den Pfötchen ableckt. Er sollte also im Anschluss abgelenkt sein durch eine Knabberei oder durch eine Schmuse- oder Schlafeinheit.

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Martina Flocken – zertifizierte Hunde-Physiotherapeutin

Als zertifizierte Hundephysiotherapeutin hat Martina Flocken seit 2010 ihre Berufung gefunden. Es begeistert sie, was man mit gezielter Bewegung und aktiven Übungen bei Hunden erreichen kann. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem aktiven Bewegungstraining zum Erhalt und Förderung von Fitness und Mobilität des Hundes.

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