Blähungen Hund

… und warum es vermutlich bald dein Lieblingsgewürz ist

Eine Ode an den Kümmel…

Ich weiß aus nächster Verwandtschaft, dass Kümmel so manch einem eine grüne Gesichtsfarbe beschert und er abgöttisch gehasst wird. Aber ich weiß auch, was Kümmel alles kann und möchte dir hier einmal eine Ode an den Kümmel schreiben.

Ich bin mir sicher, danach schnappst du dir deinen Hund und sprintest zum nächsten Supermarkt.

Noch skeptisch? Na dann pass mal auf… 🙂

Wir fangen mal mit der Warenkunde an.
Kümmel ist eines der ältesten Gewürze Europas und hat einen ausgesprochen intensiven Geschmack.
Der Feld- und Wiesenkümmel gehört zu den sogenannten Doldenblütlern und wächst überall in Europa. Anbaugebiete finden sich allerdings eher Richtung Frankreich, Holland und Finnland.
Kümmel ist leicht scharf im Geschmack mit einer süßlichen Note.
Wenn du ihn noch aus Omas Zeiten kennst, dann weißt du, dass Kümmel deutlich im Essen zu schmecken ist.

Kümmel für deinen Hund – jetzt wird’s spannend.

Kümmel (Carum carvi) ist ein sogenanntes Karminativum!
Das sind phytotherapeutische Mittel gegen – und jetzt Achtung! – Blähungen und Völlegefühl.
In einfachen Worten erklärt tut Kümmel folgendes im Magen und Darm:
Die ätherischen Öle wirken krampflösend (spasmolytisch) auf die Magen und Darmwände, fördern die Durchblutung der Schleimhäute und hemmen die Vermehrung von Mikroorganismen, wie Bakterien. Und das alles zusammen hat den Effekt, dass die Blähungen beim Hund vermindert wird.

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Na? Was hab ich gesagt? Genial oder?

Es gibt einige Karminativa, die du verwenden kannst. Ähnliche Wirkung wie der Kümmel zeigen zum Beispiel: Fenchel, Anis, Pfefferminzblätter und Kamillenblüten.
Ich finde jedoch, dass Kümmel sich als Notfallmittel bei Blähungen und Völlegefühl beim Hund am besten eignet, weil es

  1. wenig kostet
  2. es ewig haltbar ist
  3. keine besondere Lagerung erfordert
  4. du es überall kaufen kannst
  5. es keine Nebenwirkungen hat
  6. man es kaum überdosieren kann

Wie Kümmel deinem Hund bei Blähungen helfen kann – 6 Beispiele

Dein Hund leidet unter Flatulenzen, weil er sich etwas vom Tisch stibitzt hat
Ja, passiert. Wir sind Labrador- Halter. Wenn wir es nicht wissen, wer dann? Warte nicht erst ab, bis die Pupserei da ist. Kümmel beruhigt den Verdauungstrakt – immer rein damit

Du hast das Hauptfutter deines Hundes umgestellt und seitdem leidet dein Hund an Blähungen
Beobachte deinen Hund. Die ersten 2-3 Tage nach der Umstellung darf es etwas Flatulenzen geben. Hier kannst du mit Kümmel Linderung verschaffen. Besteht das Problem weiterhin, scheint das gewählte Futter nicht das Richtige zu sein.

Dein Hund hat schwerverdauliche Gemüsesorten in seiner BARF Mahlzeit und du möchtest vorbeugen
Kohlsorten, zum Beispiel, haben tolle Nährwerte aber leider sind sie etwas schwerer verdaulich. Vorbeugend kannst du Kümmel mit zum Gemüse geben.
Achtung! Kohlsorten bitte immer nur gekocht anbieten!

Dein Hund war zu Besuch bei Oma… (kein weiterer Kommentar notwendig…)
Ja, was soll ich sagen! Kümmel rein, wir reden nicht weiter drüber…

Dein Hund hat eine Pansen- Mahlzeit bekommen und du möchtest vorbeugen
Pansen ist schwer verdaulich, weil er neben einem kleinen Anteil glatter Muskulatur vornehmlich aus Bindegewebe besteht. Bindegewebe wird im Dickdarm bakteriell verdaut. Das bedeutet Gas- Bildung.
Gib´ zum Pansen einfach immer einen kleinen Löffel Kümmel und du verringerst die Gefahr von Flatulenzen.

Dein Hund pupst, wenn er Kausnacks bekommen hat
Kann bei sensiblen Hunden vorkommen. Besonders dann, wenn dein Hund gerne große Stücke abschluckt. Auch hier hilft Kümmel ganz wunderbar. Einfach mit der nächsten Mahlzeit anbieten.
Alternativ wählst du Kauartikel, die dein Hund nicht so schnell klein bekommt. Unsere Kopfhautplatten sind zum Beispiel sehr beliebt 🙂

Und? Was sagst du zum Kümmel? Lass´ mir gerne deinen Kommentar da!
Wenn dir mein Beitrag gefallen hat, dann freue ich mich, wenn du ihn mit deinen (Hunde-) Freunden teilst.

Herzliche Grüße
Steffi

PS: Bitte beachte:
Eine immer andauernde und auffällig intensive Pupserei ist NICHT mehr physiologisch. Hier solltest du dem Problem auf den Grund gehen und nicht nur mit Kümmel und Ähnlichem arbeiten.
Bitte wende dich an deinen Tierheilpraktiker oder Ernährungsberater des Vertrauens.

Stefanie Werner – Ernährungstherapeutin für Hunde

Seit 2011 berät Steffi Hundehalter bei der Wahl der richtigen Fütterung ihres Hundes. Auch nach ihrem Studium zur Tierheilpraktikerin ist sie dem
Thema Hundeernährung treu geblieben, denn nur mit einer ausreichenden Versorgung aller wichtigen Nähr- und Vitalstoffen ist ein Organismus im Stande sich selbst zu gesunden.
Als Mit-Gründerin von Kausnack-Held.de und Initiatorin des Kausnack-Held Magazins versorgt sie dich regelmäßig mit Texten rund um die Hunde-Ernährung und Hunde-Gesundheit.

2 Kommentare
    • Kausnackheld sagte:

      Hallo Nathalie,
      ich würde mich langsam rantasten und max. 2g pro Tag füttern. Gemahlen oder als Tee entfaltet der Kümmel seine Wirkung am besten. 🙂 Berichte gerne von deinen Erfahrungen!
      LG Steffi

      Antworten

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