Die Goldene Paste – so hilft Curcuma deinem Hund

– inklusive Rezept zum Selbermachen!

Curcuma – oder auch Kurkuma geschrieben – ist vielen Menschen bisher nur als Gewürz bekannt. Doch Curcuma kann tatsächlich noch viel mehr. Der Hauptinhaltsstoff der Curcumaknolle ist Curcumin. Es hat viele verschiedene gesundheitsfördernde und heilende Eigenschaften. Für uns als Hundehalter ist besonders schön: die positive Wirkung von Curcuma gilt nicht nur für uns, sondern auch für unsere Hunde.

Wie wirkt Curcuma?

Das in der Curcumaknolle enthaltene Curcurmin wirkt entzündungshemmend und ist zudem ein starkes Antioxidans. Ihm wird ein breites Wirkspektrum zugeschrieben. So stärkt es beispielsweise das Immunsystem, wirkt schmerzlindernd, fördert die Wundheilung, senkt den Blutzucker und stärkt das Herz.

Wann kann ich die Goldene Paste bei meinem Hund anwenden?

Anwendung findet die Goldene Paste beispielsweise bei:

  • Gelenkerkrankungen wie Arthrose
  • Entzündlichen Gelenkproblemen wie Arthritis
  • Verdauungsproblemen
  • Schmerzen
  • Immunschwäche – nach einer Erkrankung unterstützt sie die Stärkung des Immunsystems
  • Hautproblemen
  • Herzproblemen
  • Diabetes (aufgrund der blutzuckersenkenden Wirkung)

Wann ist die Gabe von Curcuma tabu?

Bei Verstopfung ist die Gabe von Curcuma nicht zu empfehlen, da es zusätzlich den Stuhl noch fester werden lässt. Auch bei Gallenblasenproblemen und bei einer akuten oder chronischen Pankreatitis ist die Gabe der Goldenen Paste tabu.

Vor Operationen sollte die Gabe der Goldenen Paste abgesetzt werden, da Curcuma eine leicht blutverdünnende Wirkung hat. Spreche mit deinem behandelnden Tierarzt ab, wann das Curcuma abgesetzt werden sollte.

Auch in Kombination mit einer Chemotherapie sollte die Gabe mit dem behandelnden Arzt unbedingt abgesprochen werden, da Curcumin einen Einfluss darauf hat, wie hoch die Menge des Chemotherapeutikums ausfällt.

Wie wendet man Curcuma am besten an? 

Das Curcumin ansich hat eine recht geringe Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, es wird im Körper schnell verstoffwechselt. Um eine hohe Wirksamkeit zu erreichen, wird daher empfohlen, die Gabe von Curcuma mit anderen Stoffen zu kombinieren. Die positiven Eigenschaften von Curcuma können durch eine Kombination mit anderen Stoffen deutlich verstärkt werden. Daher bietet es sich an, es in einer Paste, in der verschiedene wirkstoffverstärkenden Bestandteile kombiniert werden, zu verabreichen. Die sogenannte Goldene Paste hat hier einen Siegeszug unter Hundehaltern gestartet, da sie sich leicht verabreichen lässt und eine hohe Wirksamkeit zeigt. Wir haben dir hier ein Rezept zusammengestellt, wie du sie selbst herstellen kannst.

Zuvor jedoch werfen wir einen Blick auf jene Bestandteile, die die Wirkung des Curcumin so positiv steigern.

Mit diesen Stoffen wird die Wirkung von Curcuma verstärkt

Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Unverzichtbar ist beispielsweise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer. In Studien wurde nachgewiesen, dass das im schwarzen Pfeffer enthaltene Piperin dafür sorgt, die Bioverfügbarkeit des Curcumin um das bis zu 2000 fache zu erhöhen. Die ideale Pfeffermenge liegt bei 3% pro gewählter Menge an Curcuma. Das bedeutet, auf 100 Gramm Curcuma sollten im Idealfall 3% frisch gemahlener schwarzer Pfeffer kommen.

Fette – beispielsweise Kokosöl 

Auch die Kombination mit Fett sorgt für eine Erhöhung der Bioverfügbarkeit um das 7-8 fache. In Wasser ist Curcumin nämlich sehr schwer löslich. In Fett jedoch ist der Wirkstoff sehr gut löslich. Bei Hunden eignet sich Kokosfett hervorragend, da es nachweislich eine sehr gute Verträglichkeit hat. Als Alternative kann Leinöl gewählt werden. Oliven- und Mandelöl, die beim Menschen in der Goldenen Paste zur Anwendung kommen, sind für unsere Hunde nicht geeignet.

Extratipp: Das Kokosöl hat den Vorteil gegenüber Leinöl, dass es nach dem Erkalten fest wird und sich so leichter dosieren lässt.

Nicht im klassischen Rezept der Goldenen Paste enthalten, aber dennoch ein Wirkverstärker des Curcumin ist Quercetin.

Quercetin

Dies ist ein antioxidatives Polyphenol. Es gehört zur Untergruppe der gelben Pflanzenfarbstoffe, auch als Flavone bezeichnet.

Quercetin ist entzündungshemmend, antiallergisch, antikazerogen, ein Antioxidans und es beschleunigt die Wundheilung.

Wenn man Curcumin in Kombination mit Quercetin verabreicht, wird die Wirkung des Curcuma um knapp 150% erhöht.

Wo ist Quercetin enthalten?

Es ist in grünem Tee, Gingko, Salbei, Johanniskraut, grünem Blattgemüse, Beeren, Äpfeln, Paprika, Brokkoli und Kohl enthalten.

Die Zutaten für Goldene Paste

Die Goldene Paste enthält nur natürliche Zutaten. Wir empfehlen dir, Zutaten in Bioqualität zu verwenden.

  • 1/4l Wasser
  • 60g frisches oder gemahlenes Curcuma
  • 70ml Kokosöl (oder kaltgepresstes Leinöl)
  • 2-3 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

So bereitest du die Goldene Paste zu – das klassische Rezept

Tipp: Da Curcuma stark abfärbt, solltest du bei der Herstellung der Paste sicherheitshalber Handschuhe tragen.

Gebe im ersten Schritt das ¼ Liter Wasser und das Curcuma zusammen in einen Topf. Koche es unter Rühren kurz auf. Danach lässt du es bei geringer Wärme etwa 7-12 Minuten eindicken. Achte darauf, dass es nicht köchelt. Es entsteht nun eine dicke Paste.

Gebe jetzt das Kokosöl – oder alternativ das Leinöl – hinzu. Beim Erhitzen wird das Kokosöl schnell flüssig und verbindet sich gut mit der Paste. Als Letztes kommt der frisch gemahlene Pfeffer hinzu. Verrühre die Paste nun gründlich, bis sich alle Zutaten gleichmäßig vermengt haben. Wenn du feststellst, dass die Konsistenz der Paste nicht gut ist, kannst du sie durch Zugabe von Wasser verdünnen und durch Zugabe von Curcuma verdicken.

Gebe die fertige Paste dann noch heiß in ein verschließbares Glas und lasse sie abkühlen. Das Kokosöl wird im kalten Zustand wieder fest. Wenn die Paste abgekühlt ist, stellst du sie am besten in den Kühlschrank.

Wie lange hält sich die selbstgemachte Goldene Paste?

Wenn du die selbstgemachte Paste im Kühlschrank lagerst, hält sie sich ohne weiteres 2-3 Wochen. Achte darauf, dass du immer einen sauberen Löffel zur Dosierung nutzt, damit die Paste nicht mit anderen Dingen in Lebensmitteln in Berührung kommt und dadurch verdirbt.

Wie dosiert man die Goldene Paste?

Du solltest deinen Hund über einen Zeitraum von 1-2 Wochen an die Gabe der Paste gewöhnen. Es ist sinnvoll erst sicherzugehen, dass der Vierbeiner sie gut verträgt und annimmt. Wir empfehlen dir zunächst mit einer etwa erbsengroßen Menge zu beginnen und dann langsam zu steigern. Da Curcuma so schnell verstoffwechselt wird, ist es sinnvoll, die Tagesdosis über den Tag verteilt über die Futterportionen zu geben.

Folgende Mengen werden empfohlen:

  • Für kleine Hunde – 2-3 Mal täglich 1/4 TL
  • Bei mittelgroßen Hunden – 2-3 Mal täglich ½ TL
  • Für große Hunde ab etwa 40 kg – 2-3 Mal täglich 1 TL

Hast du bereits Erfahrungen mit der Goldenen Paste bei deinem Hund gemacht? Wir sind gespannt! Teile sie gern mit uns und anderen Hundehaltern in den Kommentaren!

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Als zertifizierte Hundephysiotherapeutin hat Martina Flocken seit 2010 ihre Berufung gefunden. Es begeistert sie, was man mit gezielter Bewegung und aktiven Übungen bei Hunden erreichen kann. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem aktiven Bewegungstraining zum Erhalt und Förderung von Fitness und Mobilität des Hundes.

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