Chronische Niereninsuffizienz (CNI) bei Hunden

und was du wissen solltest!

Die Niere ist mit das wichtigste Organ deines Hundes, denn sie kümmert sich um folgende Aufgaben im Körper:

  • Ausscheidung von Stoffwechselprodukten. Besonders Abbauprodukten des Eiweißstoffwechsels
  • Regulation des Elektrolyt- und Säure-Basen- Gleichgewichts
  • Regulation des Blutdrucks
  • Herstellung von roten Blutkörperchen

Nierenerkrankung bei Hunden – häufiger als gedacht

Die chronische Niereninsuffiziens (CNI) tritt sehr häufig auf. Besonderes ältere Hunde sind betroffen, aber auch viele jüngere Hunde erhalten diese Diagnose.
Heute ist eine frühzeitige Diagnose dank der Möglichkeit den „neuen“ Blutwert SDMA zu bestimmen, möglich. Dieser zeigt wesentlich früher an, wenn die Blutwerte der Niere außerhalb der Norm liegen als die nierenspezifischen Werte Kreatinin und Harnstoff es bisher konnten.
So kann man frühzeitig eingreifen und mit angepasster Ernährung gute Hilfestellung leisten.

Niereninsuffiziens beim Hund und Ernährung

Insbesondere mit der richtig angepassten Ernährung kann und muss die Niere nach der Diagnose unterstützt werden.
Die Zusammenstellung der Rationen sollte immer den aktuellen Blutwerten und somit dem Stadium der Erkrankung angepasst werden. Diese Anpassung sollte am besten mit einem Ernährungsberater, der sich auf dem Gebiet auskennt oder mit einem Tierarzt besprochen werden.
Ebenfalls sollte eine proteinreduzierte Diät nur bei entsprechender Diagnose verabreicht werden, da es sonst gesundheitsgefährdend sein kann für einen gesunden Organismus.

CNI sorgt bei vielen betroffenen Hunden für Übelkeit und Appetitlosigkeit, dennoch muss der bei Nierendiät Protein, Phosphor und Natrium vermindert werden und die Ration gut abgepasst werden.

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Phosphor:
Phosphor ist neben Kalzium der wichtigste Mineralstoff für den Knochenbau und daher essenziell wichtig.
Sobald im Blutbild der Phosphatwert erhöht ist, muss Phosphor in der Nahrung reduziert werden.
Phosphor ist in fast allen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Am höchsten ist der Gehalt jedoch in Knochen vorhanden. Daher sollte auf eine Knochenfütterung verzichtet werden und die Kalziumzufuhr zum Beispiel über Eierschalenmehl gewährleistet werden.
Sollte der Phosphatwert im Blut trotz verminderter Zufuhr nicht sinken, verschreibt der Arzt einen Phosphatbinder.

Natrium:
Gesunde Nieren kompensieren zu viel Natrium (im Essen als Salz) über reduzierte Flüssigkeitsausscheidung (Verdünnung des Blutes).
Kranke Nieren sollte man damit nicht belasten, sondern Natrium reduzieren und etwas mehr Flüssigkeit zuführen.

Protein:
Ging man früher noch davon aus, dass man bei CNI die Proteinzufuhr radikal reduzieren muss, weiß man heute, dass Protein die wichtigste Energiequelle ist und eine radikale Reduktion der Niere keine Verbesserung bringt.
Ohne ausreichendes Protein werden Muskeln abgebaut und der Hund verliert an Gewicht. Dieser Verlust schwächt letztendlich das gesamte Abwehrsystem.
Ein verminderter Proteinanteil sollte also keine Unterversorgung darstellen, da sonst körpereigene Proteine abgebaut werden, was letztendlich zur Folge hat, dass die gleichen Abfallprodukte entstehen, die man eigentlich durch reduzierte Gabe verhindern wollte.
Anstatt also Protein radikal zu kürzen, passt man die gefütterte Menge der schwere der Krankheit an. Außerdem wählt man besser hochwertige Proteine aus. Generell sind tierische Proteine leichter zu verwerten als Pflanzliche, da die Aminosäurezusammensetzung die der Körpereigenen ähnlicher ist und dadurch weniger Abfallprodukte bei der Verwertung entstehen, die wiederum die Niere belasten.

Fette:
Muss man auf Grund der CNI den Proteingehalt senken, sollte die Fettzufuhr nicht mit gesenkt werden, damit die Energieversorgung sichergestellt ist.
Besondern Omega-3-Fettsäuren sind wichtig, da sie antioxidantisch wirken und für gute Blutzirkulation sorgen.
Je besser die Niere durchblutet ist, desto besser kann sie filtern und das Fortschreiten der CNI kann verzögert werden.
Auch hier gilt wieder, dass tierisches Öl, sprich Fischöl besser verwertbar ist, als Pflanzenöl.

CNI und Kausnacks

Doch was bedeutet das alles jetzt für Kauartikel?
Darf ein Hund mit CNI keine Kauartikel mehr haben, weil er dann zu viele Proteine aufnimmt?
Was ist überhaupt geeignet?

Ganz klar: DOCH! Er darf.
Aber natürlich sorgsam ausgewählte Produkte.

Kauen reinigt nicht nur die Zähne und verhindert dadurch Zahnbelag und Zahnstein, Kauen macht Hunde glücklich, verbraucht überschüssige Energie und beruhigt.

Auch ein Hund mit CNI darf und soll Kauartikel haben.
Geeignet sind hier alle möglichst harten und langlebigen Kauartikel.

Je weniger von dem Artikel gefressen wird, desto weniger muss verdaut werden.

Mögliche Beispiele hierfür sind
Rinderhufe
Rinderkopfhautplatte
Heide- Wurzel
Coffee- Wood Kaustäbe

Auch gilt wie immer: Kenne deinen Hund. Wenn dein Hund es schafft seine XXL Kopfhautplatte in wenigen Minuten komplett zu schreddern und zu fressen, ist sie in dem Falle nicht geeignet.
Die wenigsten Menschen haben aber einen Alligator zu Hause und dann halten diese harten Artikel sehr lange, schmecken lange gut und schädigen die Niere nicht.

Allen Patienten wünschen wir alles Gute, guten Appetit und bei Fragen schreib uns, ruf uns an und löcher uns. Wir helfen werde bei der Auswahl der richtigen Snacks.

Herzliche Grüße
Steffi und das Kausnack- Held Team

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Nina Berg ist Ernährungstherapeutin für Hunde®.

Als Inhaberin von Alitura pro Canis berät sie Hundehalter rund um das Thema Ernährung. Auch und im besonderen hat sich Nina auf erkrankte Hunde spezialisiert.

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