Anschaffung eines Hundes

Diese 11 Punkte solltest du vor der Anschaffung eines Hundes unbedingt bedenken

& welcher Hund zu dir passt!

Bevor ein Hund einzieht und das Leben von Grund auf verändert, gibt es eine Reihe von Punkten, die du beachten und bedenken solltest. Wir haben dir wichtige Aspekte, die man unbedingt berücksichtigen sollte, zusammengefasst. Zudem geben wir dir eine Orientierungshilfe, welcher Hund am besten zu dir passen würde.

Checkliste – das solltest du vor der Anschaffung eines Hundes bedenken:

  • Sind alle im Haushalt lebenden Menschen mit der Anschaffung des Hundes einverstanden und sich der Verantwortung ganz sicher bewusst? Bevor ein Vierbeiner einzieht, sollten alle Familienmitglieder voll und ganz dahinter stehen. Diese Zusage sollte verbindlich für ein Hundeleben lang gelten.
  • Ein Hund braucht mehr als einen Schlafplatz, regelmäßige Gassigänge, Wasser und Futter. Habt ihr genügend Zeit und Energie, um euch umfassend um den Hund und seine Bedürfnisse zu kümmern? Ein Hund ist ein Lebewesen, dass sein Leben lang auf dich angewiesen ist und du hast eine Fürsorgepflicht – in guten wie in schlechten Zeiten.

Auch diese Punkte solltest du vor der Anschaffung bedenken: 

  • Hast du die Möglichkeit, die finanziellen Mittel aufzubringen, um dich verantwortungsvoll ein Hundeleben lang um deinen Hund zu kümmern? Bedenke dabei, dass es neben Futter, Schlafplatz und Spielzeug auch Tierarztkosten gibt, die möglicherweise auch ungeplant auf dich zukommen. Hier können sehr schnell einige 100-1000 Euro zusammenkommen.

Extratipp: Lege jeden Monat einen festen Betrag für mögliche Tierarztkosten beiseite. Dann fällt eine größere Rechnung nicht gleich so ins Gewicht.

  • Wie sind deine Wohnverhältnisse? Kann das Wohnumfeld hundegerecht gestaltet werden? Ist genügend Platz für einen Schlafplatz für deinen Hund? Lebst du in einem Umfeld, wo man Gassi gehen kann?
  • Gibt es in der Familie oder im engeren Lebensumfeld eventuell Menschen mit einer Hundehaarallergie? Sind es Menschen, mit denen du häufig in Kontakt bist, so dass hierauf Rücksicht genommen werden muss?

Bitte bedenke auch: 

  • Gibt es jemanden in der Familie oder im nahestehenden Umfeld, der Angst vor Hunden hat? Wie wird damit umgegangen? Ist diese Person offen dafür, ein angstfreies Zusammenleben mit einem Hund zu schaffen?
  • Wer betreut den Hund im Krankheits- oder Urlaubsfall? Diese Frage wird gern ausgeblendet, schließlich haben so viele Freunde und Verwandte schon jetzt zugesagt, den Hund jederzeit bei Krankheit oder Urlaub zu betreuen. Doch wie verbindlich sind diese Aussagen? Hast du ein bis zwei zuverlässige Möglichkeiten, deinen Hund im Notfall unterzubringen?
  • Wie viele Stunden am Tag wäre der Hund alleine Zuhause? Ist dies hundegerecht? Natürlich kann ein Hund mal alleine bleiben. Man sagt als Faustregel, dass Hunde am Tag 4-5 Stunden alleine bleiben können. Allerdings ist es keine Option, den Hund 8-9 Stunden am Tag alleine zu lassen, weil du berufstätig bist und deinen Hund nicht mit zur Arbeit nehmen kannst.
  • Steht für die Betreuung des haarigen Familienmitglieds genügend Zeit zur Verfügung? Ein Hund braucht Zeit. Soviel steht fest. Die sollte man sich auch zuverlässig nehmen können. Selbst wenn man mit dem Hund nicht sportlich aktiv ist, benötigst du schon mehrmals täglich Zeit, für gemeinsame Spaziergänge. Auch für Beschäftigung mit deinem Hund sollte genügend Zeit bleiben.

Extrawissen: Auch Hunde können sich langweilen. Wenn die Zeit mal knapp ist, kannst du beispielsweise mit einem Schnüffelteppich für Beschäftigung sorgen.

  • Welche Rasse und “Hundegröße” passt zu den eigenen Lebensumständen und zur Person oder zur Familie?  Dies ist ein entscheidender Punkt, auf den wir später noch intensiv eingehen werden. Denn auch bei der Auswahl des Hundes gibt es sehr viel zu beachten – viel mehr als die Optik!
  • Wohnst du in einer Mietwohnung oder in einem Mietshaus ist eine weitere wichtige Frage: ist die Hundehaltung durch den Vermieter genehmigt? Diese Erlaubnis solltest du dir in jedem Fall einholen, damit du keine bösen Überraschungen erlebst.

Eine Entscheidung fürs Leben

Hunde können sehr alt werden und daher sollte bereits vor der Anschaffung eines Hundes sehr genau geschaut werden, welcher Vierbeiner und ob ein Hund  in das Familienleben passt. Man kann dies durchaus mit der Geburt eines Kindes vergleichen. Einen Hund anzuschaffen bedeutet eine Entscheidung für ein Lebewesen und auf Lebenszeit. Ein Hund ist sein Leben lang auf deine Zuwendung, Sorge und Hilfe angewiesen. Bedenke dies auf jeden Fall vor dem Einzug eines geliebten Vierbeiners. Welcher Hund am besten zu dir passt und was du bei der Auswahl des vierbeinigen Familienmitglieds beachten solltest, haben wir dir zusammengefasst.

Anschaffung eines Hundes – groß oder klein, aktiver Hund oder chilliger Partner? 

Nicht nur das Umfeld und die eigenen Lebensumstände sollte man vor der Anschaffung eines Hundes genau beleuchten. Auch zur Auswahl des Hundes selbst sollte man sich im Vorab einige Fragen stellen und genau informieren. Nur so kannst du sichergehen, dass du und dein Hund perfekt zusammenpassen. Wenn es mehrere Familienmitglieder gibt, sollte man alle im Haushalt lebenden Personen mit einbeziehen.

Wenn du das denkst, liegst du falsch: 

  • Grundfalsch ist es, seinen Hund rein nach der Optik auszusuchen.
  • Falsch ist auch die Annahme, dass ein kleiner Hund weniger Auslauf braucht und weniger Arbeit macht, als ein großer Hund.

Welchen Hundetyp suchst du? Wer passt zu dir?

Fangen wir also ganz von vorne an. Wenn die Optik nicht an erster Stelle steht, wie findet man dann heraus, welcher Hund zu einem passt?

Grundsätzlich sollte die Auswahl des Hundes sich danach richten, wie erfahren man im Umgang mit Hunden ist, wie viel Zeit man aufwenden kann und wie die familiäre Situation ist.

So gibt es Hunde und Hunderassen, die intensiver in der Erziehung und Beschäftigung sind. Andere Hundetypen sind genügsamer und sehr leicht zu erziehen. Stelle dir also die Frage, ob du Zeit und Energie investieren möchtest, einem kleinen Wirbelwind – so wie viele Terrier es häufig sind – gerecht zu werden? Oder ob du lieber einen richtig chilligen Hund haben möchtest, der unkompliziert an deiner Seite ist?

Oder möchtest du sportlich aktiv sein und beispielsweise Agility oder ähnliches mit deinem Hund praktizieren? Dann kann ein Border Collie die richtige Wahl für dich sein.

Großer Hund oder kleiner Hund?

Die Größe des Hundes ist nicht unbedingt einer der wichtigsten Aspekte. Wenn du allerdings in einem 25 qm Apartment wohnst, sollte es eher kein Deutscher Schäferhund sein. Auch wenn du im 7. Stockwerk wohnst, passt eher ein kleiner bis mittelgroßer Hund. Schaue hier, welche Hundegröße in deinem Wohnumfeld am besten zu integrieren ist. Wenn Kinder mit im Haushalt leben, sollten sie besonders bei größeren Hunden am besten schon stabil stehen können.

Nehme dir Zeit und beschäftige dich intensiv mit dem Thema „Wunschhund“

Vielleicht bist du total hin- und hergerissen, wer nun wirklich zu dir und deinem Leben passt. Aber nimm dir die Zeit und wäge gründlich ab. Grundsätzlich solltest du dich vor der Anschaffung intensiv mit den Hunderassen, die für dich in Frage kommen, beschäftigen. Schaue in Ruhe, um den wirklich passenden Vierbeiner zu finden.

Tipp: Vielleicht gibt es in deinem Umfeld Freunde oder Verwandte, die bereits einen Hund haben? Triff dich mit ihnen und ihren Hunden, geht gemeinsam spazieren und lerne die verschiedenen „Hundetypen“ in Ruhe kennen.

Ist ein Hund aus dem Tierschutz etwas für dich?

Auch hier empfehlen wir, dir vor allem eines zu nehmen: Zeit!

Nutze diese und lerne mögliche Hunde, die für eine Adoption in Frage kommen, vorher ganz in Ruhe kennen. Im Tierheim und auch bei Tierschutzvereinen hast du meist die Möglichkeit, die Hunde zu besuchen, mit ihnen spazieren zu gehen und so herauszufinden, ob ihr zusammenpasst. Ein Secondhand-Hund ist nicht weniger wert oder eine schlechte Wahl. Im Gegenteil. Einem Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz ein Zuhause zu schenken, ist eine wunderbare Erfahrung.

Alle genannten Punkte solltest du bei der Anschaffung des Hundes gut bedenken. Denn es soll eine Entscheidung für ein Hundeleben lang sein.

Du hast bereits einen Hund? Was war für dich wichtig, bei der Entscheidung für deinen Hund? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren mit uns und anderen Hundehaltern!

Rinder-Schaschlik

Rinderpansen kennt dein Hund? Und Rinderlungen ebenfalls? Dann biete ihm doch jetzt mal beides miteinander kombiniert an.
Große Rinderlungen-Brocken aufgespießt auf einem Stück Rinderpansen… da läuft selbst uns das Wasser im Mund zusammen!
Dieser leichte und knusprige Kausnack sorgt nicht nur für ein bisschen Abwechslung im Speiseplan, er ist zudem auch noch leicht verdaulich und bringt nur wenige Kalorien mit.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.